3886

Case IH 3886 – Engine ECU: DPF-Einlasstemperatur höher als 700 °C

Fehlerbeschreibung

Dieser Fehlercode weist darauf hin, dass die Abgastemperatur am Eingang des Dieselpartikelfilters (DPF) den sicheren Betriebsschwellenwert von 700 °C (1292 °F) überschritten hat. Die extreme Temperatur kann durch ein tatsächliches Übertemperaturereignis während eines aktiven Regenerationszyklus, eine Überkraftstoffzufuhr im Nachbehandlungsbrenner oder einen fehlerhaften/verzerrten Temperatursensor verursacht werden, der einen falschen hohen Wert anzeigt.

Gilt für diese Maschinen

  • skid steer
  • Small and Medium Frame Skid Steer Loaders (SSL)
  • Compact Track Loaders (CTL)
  • SR130
  • SR160
  • SR175
  • SV185

Ursache prüfen

  1. Sensorgenauigkeit überprüfen: Verwenden Sie das Case IH Electronic Service Tool (EST), um die Live-Daten des DPF-Einlasstemperatursensors zu überwachen. Wenn der Sensor bei kaltem Motor >700 °C anzeigt, ist der Sensor oder seine Verkabelung defekt.

  2. Auf zugehörige Fehlercodes prüfen: Suchen Sie nach zugehörigen elektrischen Fehlercodes. Zum Beispiel weist Fehlercode 3175 („DPF-Einlasstemperatursensor – niedrige Spannung“) auf einen Masseschluss oder einen Sensorausfall und nicht auf ein tatsächliches thermisches Ereignis hin. Suchen Sie nach Fehlercodes des Brennereinspritzventils (z. B. 3989 oder 3990), die darauf hindeuten könnten, dass der externe Brenner zu viel Kraftstoff zuführt und eine echte Übertemperatur verursacht.

  3. Kabelbaum und Steckverbinder prüfen: Überprüfen Sie den Kabelbaum, der zum DPF-Einlasstemperatursensor führt, auf Scheuerstellen, geschmolzene Isolierung oder lose Stifte.

  4. Nachbehandlungsbrenner prüfen: Da der ISM-IDI-Motor einen externen Brenner zur Regeneration verwendet, überprüfen Sie die Brennerdüse und die Luftpumpe auf Fehlfunktionen, die eine unkontrollierte Verbrennung verursachen könnten.

  5. DOC/DPF prüfen: Überprüfen Sie den Dieseloxidationskatalysator (DOC) und den DPF auf Verstopfungen an der Stirnseite, übermäßige Rußansammlung oder Anzeichen von thermischen Schäden (Verfärbung des Metallgehäuses).

Reparaturschritte

  1. Sicherheit geht vor

    Schalten Sie die Maschine aus, trennen Sie die Batterie und lassen Sie das Abgassystem vollständig abkühlen. Der DPF und die umgebenden Komponenten arbeiten bei extrem hohen Temperaturen.

  2. Sensor lokalisieren

    Lokalisieren Sie den DPF-Einlasstemperatursensor, der in das Abgasrohr zwischen dem DOC-Auslass und dem DPF-Einlass eingeschraubt ist.

  3. Kabelbaum trennen

    Ziehen Sie den elektrischen Steckverbinder des Sensors vorsichtig vom Hauptmotor-Kabelbaum ab.

  4. Sensor ausbauen

    Tragen Sie Kriechöl auf die Sensorgewinde auf, falls diese festsitzen. Verwenden Sie einen speziellen Sensorsockel oder einen Überwurfmutterschlüssel, um den Sensor vorsichtig aus dem Abgasrohr zu schrauben, um ein Abstreifen der Gewinde zu vermeiden.

  5. Neuen Sensor einbauen

    Tragen Sie eine kleine Menge Hochtemperatur-Anti-Seize-Mittel auf die Gewinde des neuen Sensors auf (falls nicht vom Hersteller vorab aufgetragen). Schrauben Sie ihn von Hand ein und ziehen Sie ihn dann mit dem vom Hersteller vorgegebenen Drehmoment fest.

  6. Wieder anschließen und Fehlercodes löschen

    Schließen Sie den elektrischen Kabelbaum wieder an. Schließen Sie die Batterie wieder an, verbinden Sie das EST-Diagnosetool und löschen Sie den inaktiven Fehlercode 3886.

  7. Validierung

    Starten Sie den Motor und überwachen Sie die Live-Daten der DPF-Einlasstemperatur. Führen Sie eine erzwungene stationäre DPF-Regeneration durch, um sicherzustellen, dass der Brenner ordnungsgemäß zündet und die Einlasstemperatur im normalen Betriebsbereich (unter 700 °C) bleibt, ohne den Fehlercode auszulösen.

Teile, die Sie benötigen könnten

(3)
  • DPF-Einlasstemperatursensor

    Wenden Sie sich an den Händler, um die genaue ISM 2.2L Teilenummer zu erfahren.

  • Nachbehandlungsbrenner-Einspritzventil

    Wenn die Übertemperatur durch ein undichtes Brennereinspritzventil verursacht wurde.

  • DPF / DOC Baugruppe

    Nur erforderlich, wenn der Kern durch Temperaturen von >700 °C geschmolzen oder strukturell beschädigt wurde.

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